01 (1989/1) des »Instituto Brasileiro de Estudos Musicológicos«
heißt es über Padre Jaime Diniz: “[. . . ] no Seminário de São Paulo que Pe. Jaime Diniz recebeu
primeiramente orientação de representantes da música sacra e da erudição musical do Brasil,
Furio Franceschini (1880–1976), Fr. Pedro Sinzig O.F.M. (1876-1952) e Ir. Paula Loebenstein
O.S.B. (1888–1967).” – In einer späteren Correspondência N 20 (1992/6) wird berichtet,
daß Paula Loebensteins Methode neben denjenigen aus Solesmes, von Eugène Cardine u.
a. weiterhin verwendet wird. Aus der Abadia de Santa Maria heißt es: »Conservamos as
antífonas cantadas em latim porque ainda não nos satisfaz uma tradução. Cremos que o
gregoriano ‘a épousé le latin’. (Método) O método de nossa cara Irmã Paula Loebenstein,
que ela mesma nos transmitiu.«
|
Der nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgenommene Kontakt zum Tonika-Do-Bund blieb bis zu ihrem Tode, am 6. Mai 1968, erhalten. Hier beließ man es bei ihrem ersten Namen: Frieda Loebenstein.40
|
Frieda Loebenstein
Freundlicherweise wurden mir Notizen von der Hand der Verstorbenen aus São Paulo zur Verfügung gestellt. Daraus geht hervor, daß Frieda Loebenstein schon mit 13 Jahren die ersten Klavierstunden gegeben hat. Mit etwa 22 Jahren begann sie mit dem ernsthaften Musikstudium, wählte als Hauptfach Klavier, dann galt ihr Interesse der Theorie und Chorarbeit. Als Pädagogin wirkte sie am Sternschen Konservatorium, an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik und an der Hochschule für Musik in Berlin in den Fächern Gehörbildung und Theorie, in Musikerziehung und Klaviermethodik.