- 41 -Enders, Bernd: Die Klangwelt des Musiksynthesizers 
  Erste Seite (0) Vorherige Seite (40)Nächste Seite (42) Letzte Seite (169)      Suchen  Nur aktuelle Seite durchsuchen Gesamtes Dokument durchsuchen     Aktuelle Seite drucken Hilfe 

Man kann die klangverarbeitenden bzw. klangverändernden Bausteine eines
Synthesizers unter dem Begriff ,Modulatoren' zusammenfassen, im Unter-
schied zu den (Audio-),Generatoren', die Klänge und Geräusche erzeugen.

Die wichtigsten Modulatoren sind Verstärker und Filter, die jeder Syn-
thesizer enthalten muß. Daneben sind auch noch Ringmodulator, Phaser
und diverse Effektgeräte zu nennen, wobei man letztere - etwa Hall- oder
Echogeräte - eher als periphere Bausteine betrachtet, sie also nicht notwen-
dig zum Synthesizer rechnet.

Ein Verstärker bestimmt die Lautstärke eines Klangsignals.
Die Lautstärke eines Klangs oder Geräuschs ist abhängig von der Ampli-
tude, d. i. die größte Auslenkung einer Schwingung (siehe Abb. 2).

Je größer die Amplitude einer Schwingung ist, desto lauter erklingt das
betreffende Klangsignal.

Führt man nun die vom Oszillator erzeugte Schwingung zum Verstärker,
kann man ihre Amplitude verändern. Je mehr man den Lautstärkeregler
zudreht, desto geringer sind die Auslenkungen der elektrischen Schwingung.
Umgekehrt wächst die Amplitude beim Öffnen des Reglers. Eine Änderung
der Amplitude einer Schwingung wird Amplitudenmodulation (AM) genannt.

Ein Oszilloskop macht dies deutlich sichtbar. Man kann dabei auch leicht
erkennen, daß bei einer Veränderung der Lautstärke nur die ,Größe' der
Schwingungen, nicht aber ihre Anzahl auf dem Bildschirm zu- oder abnimmt,
d. h. die Frequenz der Schwingung ändert sich nicht. Auch bei den tiefen
Saiten eines Kontrabasses kann man die Abnahme der Schwingungsweite
beim Ausschwingen des Tons bis in die Ruhelage recht gut beobachten.

Die Frequenz, also die Anzahl der Schwingungen in der Sekunde, bleibt
unabhängig von einer Änderung der Amplitude völlig gleich.

Erinnern wir uns: eine Frequenzmodulation bedeutet für das menschliche
Ohr eine Tonhöhenänderung.

Eine Amplitudenmodulation wird jedoch als Lautstärkenänderung emp-
funden.

Versuchsbeispiel Nr. 9: LFO steuert VCA, eine Amplitudenmodulation

Wie schon angedeutet wurde, kann nicht nur der Oszillator eines Synthe-
sizers spannungsgesteuert werden. Auch der Verstärker ist normalerweise als
ein spannungssteuerbares Modul ausgeführt, das man VCA (engl. Voltage
Controlled Amplifier bzw. Attenuator = spannungsgesteuerter Verstärker
bzw. Abschwächer) nennt.


Erste Seite (0) Vorherige Seite (40)Nächste Seite (42) Letzte Seite (169)      Suchen  Nur aktuelle Seite durchsuchen Gesamtes Dokument durchsuchen     Aktuelle Seite drucken Hilfe 
- 41 -Enders, Bernd: Die Klangwelt des Musiksynthesizers