- 367 -Hanheide, Stefan: Mahlers Visionen vom Untergang 
  Erste Seite (i) Vorherige Seite (366)Nächste Seite (368) Letzte Seite (410)      Suchen  Nur aktuelle Seite durchsuchen Gesamtes Dokument durchsuchen     Aktuelle Seite drucken Hilfe 

Satztechnik


[Nicht thematisiert]

Verständlichkeit


[Nicht thematisiert]

Wertung


Wirkte das melodische Andante [. . . ] besonders lebenskräftig [Wb21/A]

inhaltlich herzlich unbedeutend gibt sich der langsame Satz [. . . ] rhythmisch monoton [H21/E]

und daß der langsame Satz [. . . ] ein schwacher Mahler ist [H21/F]

In seinem melodischen Reichtum haben wir diesen Satz gleich ins Herz geschlossen. [Ka24/A]

Banalitäten laufen [. . . ] im langsamen Satz zwar auch mit unter, aber sie beherrschen den Charakter dieser Abschnitte nicht. [B24/A]

das primitiv-mittelmäßige Andante beschworen eine starke Ermüdung herauf. [A26/B]

  Scherzo

Charakterisierung


Der menuettartige dritte Teil [. . . ] mit seinem metrisch verzwickten anmutigen Mittelsatz [. . . ] vermag bei einer aufs feinste zupollerten Darstellung – ich entsinne mich der glänzenden Uraufführung unter Mahlers Leitung – reizvolle Eindrücke hervorzurufen [B20/A]

das Scherzo mit dem idyllisch reizvollen 7/8-Intermezzo [F20/A]

das dämonisch-spukhafte Scherzo [Wb21/A]

als Ruhepunkte dazwischen [. . . ] die abenteuerliche Phantastik des »Scherzo« [Wb21/B]

das phantastische Scherzo [Wb21/C]

Grotesk abenteuerliche Phantasiebilder zaubert das »Scherzo« hervor; dazwischen ein schalkhaft humorvolles Moment; wenn, auf die zirpenden Pizzikato-Lockrufe hin, immer wieder eine zierlich –pendelnde, tändelnde »altväterische« Weise hineinspielt. [Wb21/D]

Denn dieses quälerische, peinigende und direkt körperliche Schmerzgefühle verursachende fantastische Scherzo mit seinen grimassierenden und fratzenhaften Gebilden und mit seiner musikalischen Darstellung des gleichsam durch eine Uhrfeder in Bewegung gesetzten »Maschinenmenschen« hat doch wohl auch seine Eigenbedeutung. Man kann kaum den sozialen Unterton überhören, der aus ihm herausklingt – jenen prophetischen Klang, der schon im Arbeitermarsch der III. Sinfonie Mahlers aufgefangen wird, und der sich hier zu Vorstellungen verdichtet, die unmittelbar Fühlung gewinnen mit jener harten Welt Wagners, in der Alberich mit seiner symbolistischen Peitsche sein Regiment führt. [H21/C]

das skurrile Scherzo, in dem alle Mißgeburten der Dämmerung, alle Zwitter des Zwielichts und der Nacht, alle Krüppel der Welt ein höchst seltsames Menuett tanzen: Die Einarmigen und Einbeinigen, die Stelzfüße, ja die Gliederlosen; die sonderbaren Spaßvögel aus den Vorhöfen der Hölle, die ihren Kopfe unter dem Arm tragen. Putzige Zwerge und ungeschlachte Riesen. Erscheinungen so hoch und so dünn wie Fabrikschlote, Schlemihle aller Art und das ganze Arsenal Hoffmannscher Gestalten. Freund Mime führt den Tanz an. Der fatale, harte, unerbittliche Rhythmus des ersten Satzes [. . . ] kehrt in diesem Satz zur phantastischen Komik gewendet wieder. [H21/D]

das Scherzo, dessen behaglich heiteres F-Dur-Trio [H21/E]

dem diabolisch angewehten Scherzo [H21/F]

in sarkastischen Seitenhieben auf liebe Zeitgenossen (Scherzo) [Ka24/D]

liedhaft elegischer Hauch selbst über dem burlesk phantastischen Scherzo [F26/B]


Erste Seite (i) Vorherige Seite (366)Nächste Seite (368) Letzte Seite (410)      Suchen  Nur aktuelle Seite durchsuchen Gesamtes Dokument durchsuchen     Aktuelle Seite drucken Hilfe 
- 367 -Hanheide, Stefan: Mahlers Visionen vom Untergang