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| gesellschaftlich-kommunikative
Funktionen | individuell-psychische Funktionen |
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- sakrale Funktionen
- Repräsentations- bzw.
Glorifizierungsfunktionen
- Festlichkeitsfunktionen
- Funktionen der
Bewegungsaktivierung
- gemeinschaftsbindende,
gruppenstabilisierende
Funktionen
- erzieherische Funktionen
- gesellschaftskritische Funktionen
- Verständigungsfunktionen
- Kontaktfunktionen
- Funktionen der
Selbstverwirklichung
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- emotionale
Kompensationsfunktion
- Funktion der
Einsamkeitsüberbrückung
- Konfliktbewältigungsfunktion
- Entspannungsfunktion
- Aktivierungsfunktion
- Unterhaltungsfunktion
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Während Rösings Funktionskategorien eher phänomenologisch angelegt
sind, sich an einer Musikpraxis orientieren, schlägt Eggebrecht in seinen
Ausführungen »Funktionale Musik« (1973), die den gleichnamigen
Begriff4 |
Zunächst wurde »funktionelle Musik« als spezielle Form der »funktionalen Musik«
verstanden, heute werden die Begriff jedoch meist synonym verwendet bzw. unter dem Begriff
»funktionelle Musik« subsumiert.
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in systematisierter Form in das musikwissenschaftliche Vokabular einführen, eine
Unterteilung vor, welche Funktionalität stärker in Beziehung setzt zum musikalischen
Werkbegriff: Demnach existieren drei Funktionsebenen, die innerhalb des »Sachbereichs
Musik« (Eggebrecht) wirksam werden:
- musikimmanente Funktionalität, (»es fungiert die Sache«)
- intentionale Funktionalität, (»es fungiert die Sache intentional«)
- soziologische Funktionalität (»es fungiert das intendierte Fungieren oder – wie bei
autonomer Musik – Nichtfungieren der
Sache«)5
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Vgl. Eggebrecht (1973) 2.
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Didaktisch nicht unproblematisch formuliert (und damit eine ideale Quelle von
Missverständnissen),6 |
Vgl. z. B. Rösings etwas abweichende Interpretation, Rösing (1997), Musik im Alltag, 119.
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möchte ich Eggebrechts Modell ein wenig näher erläutern. Die drei Ebenen bewegen sich
chronologisch vom kleinsten Bezugsrahmen (musikalische Kompositionsprinzipien) zum
größten (gesellschaftliche Implikationen), gewissermaßen von einer Mikro- über eine
Makro- hin zu einer Metaebene. So wirken in einem beliebigen Walzer des 19.
Jahrhunderts beispielsweise auf der ersten Ebene bestimmte musikalischen Normen –
etwa ein durchgehender 3/4 Takt, Kadenzharmonik usw. Auf der zweiten Ebene
funktioniert der Walzer als das, was er
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