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Klassik«) differenzierter begegnen zu können. Denn eine
Wirkung der Musikbeschallung ist sicher: sie besitzt die Fähigkeit, die Fantasie
anzuregen.
4.2. Erscheinungsformen funktioneller Musik
Der Versuch, die Erscheinungsformen funktioneller Musik systematisch zu erfassen, birgt
einige Schwierigkeiten. Das hängt einerseits zusammen mit unterschiedlich weit gefassten
Begriffen von »funktioneller Musik«, andererseits sind sie bedingt durch das geändertes
Angebot der Berieselungskonzerne. Etablierte Firmen wie Muzak vertreiben kaum noch
die berüchtigte »Fahrstuhlmusik«, die sich vor allem durch verwässerte Arrangements
bekannter Titel und ein beschnittenes Frequenzband auszeichneten, sondern überwiegend
Originalaufnahmen.25
Somit verwischt zunehmend die Grenze zu den privaten Formatradios, die Musik in einer
ähnlichen Form vermitteln und in vielen Bereichen den etablierten Anbietern
funktioneller Musik den Rang abgelaufen haben dürften (z. B. in der Arbeitswelt). Das
Konzept der Formatradios stammt aus den USA, wo die Zwänge eines – von Beginn an –
kommerziellen Hörfunkmarktes eine an Zielgruppen orientierte Segmentierung des
Rundfunks nach marktwirtschaftlichen Kriterien beförderte. Dazu spielt bei den
privaten Formatradios die Analyse des Hörerverhaltens (arbitrons) bzw. die
Akzeptanzzahlen (ratings) die entscheidende Rolle bei der Programmgestaltung. In
den 1970er und 1980er Jahren haben sich in den USA einige Hauptformate
herausgebildet:
- AC Adult Contemporary
- CHR Contemporary Hit Radio
- Ctry Country
- UC Urban Contemporary
- MOR Middle-of-the-road
- EL Easy
Listening26
Nachdem in Deutschland anfangs versucht wurde, die amerikanischen Formate unverändert zu
übernehmen, bildeten sich bald modifizierte Sendeformate, angepasst an deutsche bzw. europäische
Hörgewohnheiten.27
Bestand in den 1980er Jahren der Hauptunterschied zwischen Formatradios und
funktioneller Musik noch darin, dass letztere fast ausschließlich instrumental
arrangiert war, so überwiegen heute eher die Gemeinsamkeiten. Allen voran die
Hörweise: wie die funktionelle Musik werden Formatprogramme fast immer
nebenbei als Hintergrundmusik gehört, die Lautstärke übersteigt oft nur leicht die
Wahrnehmungsschwelle.28
Vor allem die
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