werden auch meist Werbung
(Hörfunk-, Film- und Fernsehwerbung), sowie zuweilen Film und Fernsehen selbst
genannt.33|
Vgl. z. B. Motte-Haber (1996) 233–248.
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Allerdings zeichnet sich hier ein Wandel ab, so wird Musik in audiovisuellen Darbietungen
zunehmend auch als potentielle Bereicherung rezeptiver Aneignungsprozesse
betrachtet:
»Die Verbindung von Musik und Bild tut
– entgegen alltagsmusikpsychologischer Meinung – der Vielfalt musikalischer
Visualisierungsprozesse weder zwangsläufig Abbruch, noch verhindert sie die
aktive interne Verarbeitung der akustischen und optischen Reizfolgen oder
schränkt die Wahrnehmung der akustischen Ebene ein. (...) Die neuere
Wirkungsforschung (...) verweist ganz im Gegenteil darauf, dass z. B.
Musikvideos in Abhängigkeit vom Rezeptionskontext und der persönlichen
Erfahrungs- und Gefühlswelt sehr unterschiedlich wahrgenommen werden und
zu höchst fantasievollen Aneignungsprozessen und kreativen Selbstdeutungen
im Spannungsfeld Kunst, Ökonomie, Lebenswelt und Traumwelt
führen.«34 |
Bruhn/Rösing (1997) 1580.
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Große Ähnlichkeit mit dem alten »Muzak-Format« hat der spezifische Bereich
»Library-Music«. Der Terminus bezeichnet eine nach festgelegten Kriterien im
voraus produzierte »gema-freie« Musik, in der Regel bestimmt für den Einsatz in
der Werbung oder in Filmprojekten mit knappen Budgets. Zuweilen kommen
auch die Musikarchive der Beschallungskonzerne als Library-Music zum
Einsatz.35
Selbst im Bereich Werbemusik ist ein funktioneller Charakter nicht mehr so
klar. Die typischen Formen (z. B. Kurzmotiv, Jingles, Werbelieder . . . ) lassen
sich zwar in diese Kategorie einordnen, jedoch gehen Musik und Werbung
immer engere Bündnisse ein, so dass sie hier oft mehr ist als nur funktionales
Element.36|
Vgl. Bertoni/Geiling (1997) 415.
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Die Werbung setzt (z. B. beim Einsatz von Popmusik) auf Imagetransfer, und als
Synergieeffekt – nicht zuletzt durch die »Heavy-Rotation« der Spots – wurde schon so
manche Karriere gestartet (z. B. 2raumwohnung). Ein Indiz dafür ist auch die
Praxis des Einblendens von Titel und Interpret bei einigen Werbespots (z. B.
Langnese-Werbung). Nach diesem groben und sicher nicht vollständigen Einblick in die
verschiedenen Spielarten funktioneller Musik, geht es im Folgenden ausschließlich um
jene, die als Hintergrundbeschallung in verschiedenen Alltagssituationen eingesetzt
werden.
4.2.1. Der Markt für funktionelle Musik
In Deutschland ist das Angebot an funktioneller Musik im engeren Sinne
(Berieselungsmusik) seit einigen Jahren Änderungen unterworfen, die in
der Literatur noch nicht erfasst worden sind. Deshalb können an dieser
Stelle nur grobe Tendenzen angedeutet werden. Die Firmen, die in vielen
Texten37 |
Vgl. z. B. Bruhn/Rösing (1997) 1584.
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immer wieder als Lieferanten funktioneller Musik angeführt werden (Muzak, 3M,
Reditune, Philips, Werkphon) sind z. T. längst nicht mehr in diesem Sektor tätig. Von
den Genannten vertreiben tatsächlich nur noch Muzak und Reditune (seit 2002
umbenannt in »DMX Music«) funktionelle Musik. Anfragen bei den Firmen ergaben,
dass bei
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